Schattige Wälder, Erfrischung an munter plätschernden Bächen, wunderschöne Ausblicke, Wege, umrahmt von Sandsteinfelsen und Rast bietende Streuobstwiesen. Und der Genuss? Der kommt ganz bestimmt, bei der abwechslungsreichen Wanderung auf dem Wasser-; Wald- und Wiesenpfad in Calw!

Der Hermann Hesse Weg in Calw
Der Hermann Hesse Weg

Die Vaterstadt von Hermann Hesse

Was für ein romantisches Städtchen, das mit seinen malerischen Fachwerkhäusern prunkt. Hier auf dem Marktplatz beginnt meine Tour und führt mit einem knackigen Anstieg zum Literaturgarten des bekannten Dichters, Malers und Schriftstellers Hermann Hesse. Gedichte aus ferner Zeit begleiten mich anhand von Schautafeln hinauf bis zum schattigen Mischwald.

Panoramablick über das Nagoldtal im Schwarzwald
Der Gimpelstein

Über dem Nagoldtal

Mit angenehm kühler Luft, die mich zur mächtigen Felsgruppe, des Gimpelsteins begleitet, genieße ich schließlich den herrlichen Ausblick über Calw und das Nagoldtal.

Natur mitten im Schwarzwald in Calw
Der Herbst ist da!

Unheimlich und spannend zugleich

Durch die Bäume bündeln sich die Sonnenstrahlen und Buntsandstein zeigt sich reichlich auf meinem Weg. Herabfallende Blätter bedecken den Boden und ich fühle den nahenden Herbst. Etwas unheimlich wird mir, als ich letztendlich zum Schafott, einer ehemaligen Hinrichtungsstätte mitten im Wald, gelange.

Gewässer im Wald
Idylle pur

Pure Erfrischung

Die gut ausgebaute Beschilderung lotst mich sicher auf einem Trampelpfad bis zum Rötelbachtal. Von weitem höre ich bereits das munter fließende Gewässer. Was für eine Erfrischung für meine nackten Füße, welches der idyllische Bach bietet.

Sandstein mitten im Schwarzwald
Auf dem Weg zum Stubenfelsen

Der Stubenfelsen

Auf schmalen aber lichtdurchfluteten Waldwegen erreiche ich anschließend den Stubenfelsen, ein Übernachtungsort früherer Eiszeitjäger. Hier mache ich eine Pause nach dieser doch anspruchsvollen aber trittsicheren Steigung.

Obstbaum inmitten des Wanderpfads
kurze Pause

Obstbäume soweit das Auge reicht

Es kitzelt an den Beinen, als ich den Wald hinter mir lasse und mich auf den Streuobstwiesenweg begebe. Von weitem sehe ich schon die prallen Früchte, die an den Bäumen hängen und an einen gemütlichen Pausenort unter einem Birnenbaum münden. Mit dem Duft der Blumen, surrenden Bienen und einem edlen Birnenschnaps lasse ich meine Seele baumeln.

Genuss auf dem Wasser-; Wald- und Wiesenpfad
Das Wanderheim Zavelstein

Das Wanderheim in Zavelstein

Über Wald- und Wiesenwege gelange ich an das gut besuchte Wanderheim Zavelstein, das inmitten eines Naturschutzgebietes liegt. Ich habe Glück und bekomme gerade noch Platz. Mit juchzenden Kindern auf dem Spielplatz nebenan und einer wundervollen Aussicht genieße ich Leberspätzle mit Salat. Was für ein Schmaus!

Premiumweg mit Wildpark
Das Wildgehege

Auf Entdeckung

Der Rückweg führt mich über Obstfelder, auf denen sich Kühe an saftigen Äpfeln erfreuen. Mit einem Abstecher zum „Wölflesbrunnen“ inmitten des Waldes, der in der Vergangenheit wichtig für die Wasserversorgung der Anwohner war, mache ich Halt. Neugierig blicke ich in den angrenzenden Wildpark. Leider entdecke ich nur ein paar Futterstellen und von Wildschweinen aufgewühlte Erde.

Am Ende des Pfades

Weiter durch den Wald, an einem Grillplatz vorbei, entdecke ich noch einige Schautafeln, die an frühere Zeiten erinnern wie zum Beispiel die „Steinerne Bank“. Schon bald komme ich am Ausgangspunkt, dem Marktplatz an.

Mein Fazit: Ich finde, der Weg ist zu Recht prämiert. Er ist einer der schönsten Rundwege, die ich kenne und bietet mit seiner Abwechslung nicht das Gefühl als wäre man 14 km gelaufen. Man vergisst nicht nur die Zeit, sondern lässt den Alltag hinter sich, ganz in Verbindung mit der Natur. Das macht für mich diesen Pfad so besonders.

Tipp: Der Pfad ist nicht barrierefrei. Man sollte außerdem auf festes Schuhwerk achten. Vorsicht an den Wassertretstellen, die das ganze Jahr rutschig sein können. Wer im Wanderheim Zavelstein einkehren möchte, sollte vorher reservieren. Die beste Wanderzeit ist von April bis Oktober. Alle weiteren Infos erhält man bei der Teinachtal-Touristik.

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